ÜBER MICH
Über zwanzig Jahre Sodbrennen, Gastritis und Magenschmerzen. Zig Arztbesuche, zwei Zusammenbrüche, und zweimal wieder rausgekommen. Heute zeige ich dir auf „Kompass der Gesundheit“, was in deinem Magen wirklich passiert: verständlich, ehrlich und ohne Fachchinesisch.

20+
Jahre selbst betroffen
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wieder rausgekommen
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Name: Rafael Lobato Herweg
Was ich mache: Gesundheitscoach für Magenprobleme und Gründer von „Kompass der Gesundheit“
Wo: Minden, Nordrhein-Westfalen
Meine Erfahrung: über 20 Jahre selbst betroffen von Sodbrennen, Gastritis, Übelkeit und Magenschmerzen
Community: über 25.000 Menschen folgen meinen Inhalten
Wichtig: Ich bin kein Arzt und kein Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen und empfehle keine Medikamente.
Über zwanzig Jahre in acht Stationen.
1989
Es gibt ein Foto von mir, da bin ich ein kleines Baby. Gran Canaria, so um 1989 rum, eine Banane in der Hand. Meine Mutter hat mir später erzählt, dass ich damals ganz viele Bananen von dieser Staude gegessen habe. Und danach hatte ich ewig Durchfall und Magenschmerzen. Mir ging es gar nicht gut.
Erinnern kann ich mich daran natürlich nicht. Aber meine ganze Kindheit über hatte ich eigentlich immer mit Magenschmerzen zu kämpfen. Oft einfach so, ohne Grund. Und das ist mir wichtig: Nur weil jemand ein Kind ist, heißt das nicht, dass er keine Probleme haben kann. Manche bringen das halt schon mit.
Das Komische ist: Meine Omas, bei denen ich hauptsächlich aufgewachsen bin, haben immer frisch gekocht. Die in Spanien genauso wie die in Deutschland. Gemüse aus dem eigenen Garten, Obst als Nachtisch, eigentlich alles richtig gesund. Nur ich hatte halt mit wirklich sehr, sehr vielen Lebensmitteln Probleme. Und dadurch irgendwann auch keine Lust mehr zu essen, weil ich genau wusste, was danach kommt.
Kindheit & Jugend
So zog sich das durch meine ganze Kindheit und Jugend. Unverträglichkeiten, Magenschmerzen, manchmal eine Woche lang, in der ich kaum was essen konnte. Und immer hieß es: Du hast einen Reizdarm, da kann man halt nichts machen. Das ist psychisch bedingt. Man hat es einfach nicht wirklich ernst genommen.
Beim Arzt gab es Pantoprazol. Oder den Tipp, mir Rennie aus der Apotheke zu holen. Davon habe ich so viele genommen, weil ich ständig Druck im Magen hatte, Blähungen, Schmerzen. Nach der Ursache hat eigentlich nie jemand geguckt.
Und meine Oma? Die kannte solche Probleme gar nicht. Ihre Generation ist körperlich viel gesünder aufgewachsen. Wie soll dir jemand helfen, der selber gar nicht weiß, wo sowas herkommt?
Falls du das gerade liest und denkst: „Genau so war es bei mir auch.“ Du bist damit nicht alleine. Wirklich nicht.
2019 – 2020
Anfang 2019 hatte ich eine schwere Grippe, von der ich mich nie so richtig erholt habe. Ein Jahr lang Erschöpfung, schlimmer Energiemangel. Heute weiß ich: Das war der Vorbote eines körperlichen Burnouts. Damals hatte ich davon halt keine Ahnung. Ich dachte, das hängt vielleicht mit meinem Gewicht zusammen, habe auf Low Carb umgestellt und in anderthalb Jahren 15 Kilo abgenommen.
Dann kam Corona, und irgendwie kam alles zusammen. Ängste, Sorgen, wie geht es hier weiter, was passiert auf dieser Welt. Den ganzen Tag nur Gedankenspiralen. Und ab da waren die Magenschmerzen nicht mehr mal eine Woche da. Sie waren dauerhaft da. Über Wochen, über Monate. Ich habe Tee getrunken und gegessen, was im Internet empfohlen wurde: Weißbrot und Salat, weil das angeblich so leicht verdaulich ist. War es für mich auf jeden Fall nicht. Das Gegenteil war der Fall.
Im Laufe des Jahres habe ich ruckzuck noch mal 15 Kilo verloren, diesmal ungewollt. Jedes Mal, wenn ich auf die Waage gegangen bin, stand da noch weniger. Ich hatte echt Sorge, dass ich langsam magersüchtig werde. Bei 1,90 Meter habe ich irgendwann nur noch 86 Kilo gewogen. Jeder meiner Freunde hat mir gesagt, ich sehe richtig krank aus, ich soll doch mal was essen.
Ja, aber was willst du denn machen, wenn du von allem Magenschmerzen bekommst, was du isst oder trinkst? Selbst von Wasser?
Mitte 2020
Mitte 2020 habe ich es nicht mehr ausgehalten. Jeden Tag über 30 Grad. Ich konnte nicht mehr schlafen, von der Hitze nicht und von den Schmerzen nicht. Nur noch Ängste und Panikattacken. Also habe ich mich zur Ärztin geschleppt.
Sie hat mich abgetastet und gesagt: „Sie haben wahrscheinlich Helicobacter. Da müssen Sie jetzt einfach Schonkost essen.“
Ich habe gefragt, was denn Schonkost ist.
Das müsse ich selber rausfinden. Dafür habe sie jetzt keine Zeit.
Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass Ärzte per se schlecht sind. Die haben halt oft nur ein paar Minuten pro Patient. Aber in dem Moment hatte ich das Gefühl, ich bin komplett auf mich alleine gestellt. Mit ein bisschen Googeln komme ich hier nicht weiter. Ich muss mein eigener Forscher werden. Ich muss meine Gesundheit selbst in die Hand nehmen.
Man sagt ja, ein Mensch ändert sich nur, wenn er große Ziele hat oder großes Leid. Und ich hatte in diesem Moment einfach großes Leid.
„Was ist denn Schonkost?“
„Das müssen Sie selber recherchieren. Dafür habe ich keine Zeit.“
2020 – 2024
Ich habe alle YouTube-Videos geguckt, die es zu dem Thema gab. Von Ärzten, von Professoren, von anderen Betroffenen. Ich habe mir alles notiert und unzählige Foren durchforstet. Und bin dabei natürlich von Höckschen auf Stöckchen gekommen: von der Magenschleimhaut zur Magensäure, zu Nährstoffmängeln, zur Psyche und von da wieder zurück zum Magen. Da habe ich gemerkt: Das ist ein unfassbar großes Thema, und ich brauche Zeit.
Nach und nach habe ich ausprobiert, was ich in die Finger bekommen habe. Vieles hat nicht funktioniert. Aber ich habe auch Dinge gefunden, die mir wirklich geholfen haben, vor allem, als ich gezielt an meiner Magenschleimhaut gearbeitet habe. Bei mir waren die Schmerzen danach erstaunlich schnell weg. Komplett weg. Ich konnte auf einmal wieder alles essen.
Und ja, ich konnte mich dann natürlich auch nicht mehr bremsen und habe ordentlich wieder zugenommen. Jo-Jo-Effekt. Aber das war mir ehrlich gesagt egal, ich war vorher viel zu dünn. Es war einfach so ein befreiendes Gefühl, wieder essen zu können, was man will. Und das blieb so. Vier Jahre lang ging es mir richtig gut. Ich habe sogar Sachen vertragen, die ich als Kind nie essen konnte.
2025
Ich dachte wirklich, das kommt nie wieder. Aber Ende 2024 ist meine Oma gestorben, bei der ich im Haus mitgewohnt habe. Sie hat mich großgezogen, sie war immer wie eine zweite Mutter für mich. Auch wenn wir uns in den letzten Jahren durch ihre Demenz nicht mehr ganz so gut verstanden haben: Das hat mich ganz schön mitgenommen.
Im Frühjahr 2025 ging es dann ums Erbe. Um das Haus, in dem ich lebe. Es ist so eine Art Erbstreit ausgebrochen, dazu die Angst, mein Zuhause zu verlieren, und die Frage, wie wir einen Kredit bekommen, um die Familie auszuzahlen. Das hat mich so was von belastet, dass es vielleicht eine Woche gedauert hat, bis alle Magenprobleme wieder da waren.
Ich habe ruckzuck 20 Kilo verloren. Nach einem Monat oder so war ich wieder im Burnout. Ich konnte nicht mehr schlafen, war körperlich komplett am Ende. Den ganzen Sommer über nur noch Ängste und Panikattacken. Das war einfach die absolute Hölle für mich, und es hat auch einen richtigen Knacks in meiner Psyche hinterlassen.
Sommer 2025
Natürlich habe ich sofort alles angewendet, was ich 2020 gelernt hatte. Hat auch ein bisschen geholfen. Aber ich habe die Kurve nicht mehr gekriegt. Ich wurde immer schlapper, schlafloser, unruhiger. Und ich war echt geknickt: Wie kann das sein, dass es beim ersten Mal so super hingehauen hat, und jetzt nicht?
Also habe ich mich noch mal auf den Weg gemacht. Und obwohl ich dachte, ich weiß schon alles, habe ich noch ein paar Stellschrauben gefunden, die ich 2020 gar nicht kannte. Als ich die umgesetzt habe, waren meine Magenprobleme endlich wieder weg. Nach rund zwei Monaten war auch der Burnout vorbei. Ich konnte mich wieder mehr bewegen, mehr tun, mich wieder wohlfühlen.
Heute
Weil ich da war, wo du vielleicht gerade bist. Und ich bin da zweimal rausgekommen.
Und weil ich dabei ein paar Dinge gelernt habe. Ein Rückfall heißt nicht, dass du versagt hast. Er gehört manchmal einfach zum Weg dazu. Und alles braucht seine Zeit. Wir sind halt keine Autos, bei denen man mal eben eine Glühbirne auswechselt, wenn sie kaputt ist.
Ich hätte mir damals so gewünscht, dass jemand kommt, mir das alles erklärt und mich an die Hand nimmt. Genau das mache ich heute. Denn vergiss nie: Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Und nur wenn du dich um dich kümmerst, kannst du auch für die anderen da sein.

„Ich war da, wo du jetzt vielleicht bist.
Und ich bin da zweimal rausgekommen.“
Auf „Kompass der Gesundheit“ erkläre ich Menschen mit Magenproblemen, was in ihrem Körper passiert. Auf Instagram, YouTube, TikTok, Facebook, im Podcast und hier im Blog.
Die meisten, die zu mir kommen, haben schon eine lange Odyssee hinter sich: Sodbrennen, Gastritis, Übelkeit, oft seit Jahren Pantoprazol und das Gefühl, dass sie keiner so richtig ernst nimmt. Ich kann dich da sowas von verstehen.
Warum dein Magen so reagiert, wie er reagiert, und was hinter deinen Symptomen steckt.
Magen und Nervensystem wieder in Balance bringen.
Mit einfachen Schritten, die sich in deinen Alltag einbauen lassen.
Ich bin kein Arzt und kein Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen, ich verschreibe nichts, und ich sage dir auch nicht, dass du deine Medikamente absetzen sollst. Das gehört immer in ärztliche Hände.
Was ich dir geben kann, ist etwas anderes: das Wissen aus über zwanzig Jahren eigener Erfahrung, aus unzähligen Stunden Recherche und aus dem Austausch mit vielen Betroffenen. Damit du verstehst, was los ist, und beim nächsten Arzttermin die richtigen Fragen stellen kannst.
Und bei Warnzeichen wie Bluterbrechen, schwarzem Stuhl, Schluckbeschwerden oder ungewolltem Gewichtsverlust gilt: nicht recherchieren, sondern direkt zum Arzt.
Meine eigene Geschichte: über zwei Jahrzehnte als Betroffener und zwei Wege zurück
Fachliteratur und offizielle Stellen: In meinen Artikeln verlinke ich Studien und Quellen, zum Beispiel die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. So kannst du alles selbst nachprüfen.
Der Austausch mit Betroffenen: Unzählige Nachrichten, Kommentare und Gespräche zeigen mir jeden Tag, wo der Schuh wirklich drückt.
Ich lebe in Minden, habe spanische Wurzeln und einen Hund namens Paco. Der freut sich jedes Mal riesig, wenn ich Knochenbrühe koche. Das Knochenmark ist nämlich für ihn.
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